Hypnose

Das Wichtigste in Kürze

Was ist Hypnose?

Das Wort „hypnos“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Schlaf“. Der Schlaf hat jedoch mit der Hypnose wenig zu tun. In Hypnose schläft man nicht. Man bekommt alles mit und fühlt sich einfach sehr tief entspannt und wohl, denn Hypnose ist dem Zustand zwischen dem Schlaf- und Wachbewusstsein ähnlich. Jeder von uns erlebt diesen Trancezustand mehrmals im Alltag, beispielsweise wenn man in ein Buch sehr vertieft ist, einen spannenden Film anschaut oder die Ausfahrt auf der Autobahn verpasst, weil man so in Gedanken war.

 

Hypnose ist eine sehr sanfte und intensive Möglichkeit, auf die Ressourcen im Unterbewusstsein zugreifen zu können. Die Schranke zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, der sogenannte kritische Faktor, wird mithilfe der Trance leicht geöffnet und Suggestionen können dann vom Unterbewusstsein aufgenommen werden. So wird eine direkte Kommunikation mit dem Unterbewusstsein möglich und negative Glaubenssätze und schlechte Gewohnheiten können somit zum Positiven verändert werden.

 

Seit 2006 ist Hypnotherapie als wissenschaftliche Behandlungsmethode in der Psychotherapie in Deutschland anerkannt. Die Wirksamkeit von Hypnose ist mittlerweile in zahlreichen internationalen Studien nachgewiesen worden.

 



Bin ich ausgeliefert in Hypnose?

Viele Menschen haben Bedenken bei dem Thema Hypnose, weil sie vielleicht eine Showhypnose gesehen haben, in der die Teilnehmer so wirkten, als seien sie dem Hypnotiseur völlig ausgeliefert. Showhypnose zielt auf Faszination, Spannung und Unterhaltung ab und hat nichts mit der Hypnose zu tun, die für Coaching-Zwecke eingesetzt wird.

 

In der Hypnose ist man nicht willenlos. Sie können jederzeit aus der Trance aussteigen, wenn Sie es wollen. Wenn SIE nicht zu 100 Prozent bereit sind, sich auf die Hypnose einzulassen, weil Sie sich innerlich dagegen wehren oder dem Hypnotiseur nicht wirklich vertrauen, dann wird es auch nicht funktionieren. Man kann niemanden hypnotisieren, der nicht hypnotisiert werden will.

 

Wenn Sie beispielsweise zur Bergspitze wandern möchten und einen Bergführer dafür engagieren, weil Sie allein nicht hinkommen würden, dann bezahlen Sie den Bergführer dafür, dass er Sie genau zu Ihrem Ziel führt. Vertrauen spielt hierbei eine sehr große Rolle. Wenn Sie dem Bergführer (dem Hypnotiseur im übertragenen Sinne) nicht vertrauen, dass er Sie sicher ans Ziel bringt, dann werden Sie sich auch nicht von ihm führen lassen. In solch einem Fall ist es sinnvoller, die Tour rechtzeitig abzubrechen. Aus diesem Grund ist das intensive Vorgespräch, bei dem sich der Klient und der Hypnose-Coach kennenlernen, vor der Hypnose so entscheidend.

 

Wenn Sie sich auf die Hypnose einlassen, verlieren Sie nichts. Im Gegenteil: Sie gewinnen sogar etwas dazu, nämlich die Kommunikation mit dem Unterbewusstsein.

 

Sie werden in der Hypnose nichts sagen, was Sie nicht sagen möchten. Man kann in Hypnose auch lügen, weswegen Hypnose in Deutschland als Beweismittel vor Gericht nicht verwendet wird.

 

Sie kommen immer aus der Hypnose wieder heraus. Es gab keinen einzigen dokumentierten Fall, in dem jemand nicht aus der Hypnose herausgekommen ist. Die Kunst besteht eher darin, den Klienten so lange wie möglich in der Hypnose zu halten.

 

Sie werden in der Hypnose NICHT schlafen. Sie werden auch nicht bewusstlos sein. Sie sind in einem entspannten Zustand, der sich so anfühlt, als wären Sie in ein spannendes Buch vertieft oder würden intensiv meditieren. Sie werden alles mitbekommen.

 

Hypnose ist Teamarbeit und Kooperation. Es ist wie Tanzen, bleibt einer stehen oder will zusätzlich die Führungsrolle übernehmen, kommt kein Tanz zustande und Sie kommen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht ans Ziel.

 


Wie fühlt sich Hypnose eigentlich an?

Viele Hypnotisierte haben nach der Hypnose gar nicht den Eindruck, dass sie in Trance waren. Das obwohl sie sogar sehr tief in Hypnose waren. Es kommt auch vor, dass nach erfolgreich durchgeführten Hypnose-Behandlungen, Klienten nicht den Eindruck hatten in Hypnose gewesen zu sein.

Das liegt daran, dass Trance ein alltäglicher, natürlicher Zustand ist, den wir unbewusst täglich mehrmals erleben. Und weil das so ein alltäglicher Zustand ist, empfinden wir die Trance auch während der Hypnosesitzung als etwas ganz Normales. Aus diesem Grund setze ich sog. "Convincer" ein, die dem Klienten die Hypnose sozusagen erlebbar machen.

 


Das Unterbewusstsein

Es gibt zwei Bereiche in unserem Gehirn das Bewusstsein und das Unterbewusstsein.

 

Das Bewusstsein ist der Bereich von dem die aktuelle Arbeit gemacht wird. Dies ist vergleichbar mit einem Arbeitsspeicher am PC. Das bewusste, rationale Denken geschieht hier. Dies ist allerdings der kleinere Bereich unseres Gehirns.

 

Das Unterbewusstsein ist viel größer und vergleichbar mit der Festplatte, auf der unsere Daten langfristig gespeichert werden.

 

Im Unterbewusstsein sind all unsere Erinnerungen, Erlebtes & Erlerntes, wie z.B. auf Bäume klettern & Fahrradfahren, gespeichert. Hier laufen auch alle automatischen Prozesse ab, wie Gefühlsäußerungen (Weinen, Lachen und Angst haben) ab. Diese "passieren" auch mal, ohne dass wir dies bewusst wollen (z.B. bei einem traurigen Film). Im Unterbewusstsein sind auch all unsere Vorlieben und Angewohnheiten gespeichert, wie z.B. Fingernägel kauen, Rauchen, oder auch die ungebremste Lust auf Süßes.

 

Unser Unterbewusstsein wird durch eine Art Firewall von äußeren Einflüssen abgeschirmt, deshalb können wir unsere Angewohnheiten und Emotionen nicht einfach so ändern. Sonst könnte sich ja jeder Raucher vornehmen, ab Morgen nicht mehr zu rauchen. Aber das klappt leider nur bei den Allerwenigsten. Diese "Firewall" schützt aber nicht nur Nützliches, sondern auch ungeliebte Angewohnheiten in unserem Unterbewusstsein. Hypnose erlaubt es diesen Schutzwall etwas durchlässiger zu machen, sodass wir an Ängste und Gewohnheiten herankommen, um sie positiv zu verändern.

 

Genau deshalb ist Hypnose so außergewöhnlich effektiv, denn die Veränderung findet dort statt wo sie benötigt wird. Bei der Hypnose bleibt der Arbeitsspeicher, also unser Bewusstsein aktiv, was bedeutet, dass Sie während der Hypnose wach sind. Sie bekommen alles mit. Sie hören alles, Sie riechen alles und Sie fühlen alles. Zur besseren Entspannung haben Sie die Augen geschlossen, aber Sie sind weder bewusstlos, noch schlafen Sie und das ist gut so. Sie könnten jederzeit die Hypnose beenden, wenn Sie möchten.

 

Bewusstsein und Unterbewusstsein können mit einem Eisberg verglichen werden.

Das Bewusstsein ist die Spitze des Eisbergs und steht für Wille, Logik, Sprache, Verstand, Kurzzeitgedächtnis.

Das Unterbewusstsein dagegen ist der verborgene, gigantische Teil des Eisbergs und steht für Glaubenssätze, Gefühle, Bilder, Gewohnheiten, Wahrnehmung, Langzeitgedächtnis und für das vegetative Nervensystem, das die Körperfunktionen steuert.

Probleme bestehen daher im Unterbewusstsein und können mithilfe der Hypnose gelöst werden.

     


Wie läuft ein Hypnose-Coaching ab?

Bei einem ersten kostenlosen Telefonat besprechen wir Ihr Anliegen, Ihre wichtigsten Fragen und wenn Sie möchten, vereinbaren wir gleich Ihren ersten Sitzungstermin. Sie können mir natürlich auch eine E-Mail schreiben und gleich einen Terminwunsch angeben. Beim ersten Termin in der Praxis (ca. 2 Stunden ) sprechen wir ausführlicher über Ihr Thema und klären noch alle offenen Fragen zur Hypnose. Im Anschluss ans Vorgespräch wird die Hypnose eingeleitet und getestet. Sie werden also erleben, dass Sie in Hypnose sind und Ihr Unterbewusstsein reagiert. Sobald Sie in der Trance sind, werden wir schauen, welche Gefühle mit Ihrem Thema zu tun haben. Ich spreche mit Ihnen in der Hypnose und Sie können mir antworten. Ein kurzes Nachgespräch folgt im Anschluss, wo Sie ihre Erlebnisse kurz schildern können. Sie erinnern sich an alles was war.

Je nach Art und Tiefe des Themas brauchen wir insgesamt 2-6 Sitzungen (die Folgesitzungen dauern ca. 60 Minuten).

Zum Abschluss lernen Sie von mir die Selbsthypnose, sodass Sie auch nach dem Coaching weiterarbeiten können.

 

Am Wochenende biete ich auch Intensivtermine an. Dies ist insbesondere für Klienten von Vorteil, die eine weitere Anreise haben. Sehr gut lässt sich dies mit einem entspannten Wochenende an der schönen Mosel verbinden.


Wer darf nicht hypnotisiert werden?

Da ich ausschließlich nicht-medizinische Hypnose anbiete, kann ich bei Vorhandensein folgender Kriterien keine Sitzungen durchführen:

• starker Alkoholkonsum, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch bzw. -einfluss

• hirnorganische Beeinträchtigungen

• schwere oder zwanghafte Persönlichkeitsstörungen

• Herzschwäche

• jegliche Art der Demenz

• Geisteskrankheiten

• schwere Zwangskrankheiten

• psychotische Zustände